Unterstützung bei Alexithymie
Gefühllosigkeit
Gefühllosigkeit kann sehr belastend sein. Betroffene fühlen sich innerlich leer, distanziert oder kaum noch mit sich selbst und anderen verbunden. Auch Angehörige erleben diese Veränderung oft als schmerzhaft und verunsichernd. In den Libermenta Privatkliniken helfen wir Ihnen, die Ursachen dieser inneren Leere zu verstehen und mit therapeutischer Unterstützung wieder Zugang zu Ihren Emotionen zu entwickeln.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was ist Gefühllosigkeit?
Alexithymie (auch Gefühlsblindheit oder Gefühlskälte) bedeutet, dass betroffene Frauen und Männer Emotionen nicht lesen, differenzieren oder verarbeiten können. Dadurch fühlt sich für Betroffene alles gleich an. Auf andere Menschen wirkt dies gefühlskalt oder unbeteiligt. Auch der Aufbau von Freundschaften oder Liebesbeziehungen wird erschwert oder ist gar unmöglich. Bei Menschen mit Alexithymie häufen sich körperliche Beschwerden, für die oft keine organische Ursache gefunden werden können. Diese Beschwerden scheinen im Kontext der gefühllosen Wahrnehmung der Umwelt zu stehen; sie können aber behandelt werden.
Symptome
Wie äußert sich Gefühllosigkeit?
Bei Gefühllosigkeit (Alexithymie) haben Betroffene keine eigenen Gefühle. Sie verspüren keine Freude, Liebe, Lust, Mut oder Hoffnung. Auch negative Gefühle wie Wut, Hass, Angst oder gar Trauer werden nicht mehr empfunden. Betroffene sind jedoch nur selten auf vergleichbare Weise gefühlskalt, was eine hoch individualisierte Diagnose erfordert.
Gefühllosigkeit wird oft als sehr quälend oder grausam empfunden. Wer nicht einmal gegenüber engsten Familienmitgliedern oder dem Partner Gefühle zeigen kann, erscheint für andere oft als gleichgültig, abgestumpft, gefühlskalt oder herzlos.
Gefühllosigkeit tritt als Symptom insbesondere bei Depressionen auf und äußert sich als anhaltende innere Leere. Interesselosigkeit, Sinnlosigkeit und Antriebslosigkeit können zu sozialem Rückzug und Einsamkeit führen. Auch Patienten mit Burnout fühlen sich leer und erschöpft und treten nur schwer in Kontakt mit ihren eigenen Bedürfnissen. Die pathologische Unfähigkeit, Gefühle zu empfinden oder zu verarbeiten, kann jedoch auch im Rahmen von Persönlichkeitsstörungen oder einer Schizophrenie auftreten.


Unterstützung bei Gefühllosigkeit
Spüren Sie keine Emotionen mehr?
Auch wenn sich im Moment vieles leer oder weit entfernt anfühlt, kann therapeutische Hilfe ein wichtiger erster Schritt sein. In den Libermenta Privatkliniken klären wir gemeinsam, welche Ursachen hinter der Gefühllosigkeit stehen und welche Behandlung für Sie passend sein kann.
Wie entsteht Gefühllosigkeit?
Ursachen von Gefühlskälte
Ursache und Entstehung von Gefühllosigkeit sind bisher noch nicht eindeutig erforscht. Gefühlskälte wird häufig verstärkt Männern zugeschrieben. Doch die Schwierigkeit, Emotionen zu spüren, Gefühle in Worte zu fassen oder gar überhaupt zu lieben, kann bei Männern und Frauen gleichermaßen auftreten. Die folgenden Themen können mögliche Ursachen für Emotionslosigkeit sein:
Traumatische Erlebnisse
Emotionale Vernachlässigung in der Kindheit
Fehlende Vorbilder im Umgang mit Gefühlen
Unterdrückte Emotionen
Unsicherheit in Beziehungen

Emotionslosigkeit überwinden
Was kann man gegen Gefühlskälte tun?
Wenn Sie Gefühlskälte bei sich bemerken, ist es wichtig, Ihr Empfinden ernst zu nehmen und zu beobachten, wie lange es anhält und in welchen Situationen es auftritt. Vorübergehende emotionale Distanz kann in Phasen von Stress, Erschöpfung oder seelischer Belastung vorkommen. Hält die innere Leere jedoch länger an, nimmt sie zu oder verändert sie Beziehungen, Lebensfreude und Alltag deutlich, sollte sie fachlich abgeklärt werden.
Hilfreich kann sein, die Veränderung mit einer vertrauten Person oder einem Arzt bzw. Psychotherapeuten anzusprechen. So lässt sich besser einordnen, ob hinter der Gefühlskälte psychische Belastungen wie Depressionen, Burnout, Traumafolgestörungen oder Angststörungen stehen. Eine therapeutische Behandlung kann helfen, die Ursachen zu verstehen und Schritt für Schritt wieder Zugang zum eigenen Erleben zu entwickeln.
Tipps für den Alltag
Gefühlskälte kann den Kontakt zu sich selbst und anderen erschweren. Im Alltag können kleine Routinen helfen, mehr Achtsamkeit für eigene Bedürfnisse, körperliche Signale und zwischenmenschliche Nähe zu entwickeln.
Aufmerksamkeit: Sich selbst wahrnehmen und auf sich Acht geben
Zufriedenheit: Bereiche im eigenen Leben finden, die einen glücklich machen und darauf fokussieren
Bindung: zu anderen Menschen Bindung, Vertrauen und Liebe aufbauen
Bedeutung: neue Herausforderungen und bedeutsame Projekte suchen
Therapiemöglichkeiten
Behandlung von Gefühllosigkeit
Bei Krankheitsbildern mit dem Symptom der Gefühllosigkeit können Psychotherapie-Verfahren, Sport-, Körper,- Natur- und Ernährungstherapie, Pharmakotherapie sowie alternative Therapien helfen. Zunächst muss eine gründliche Diagnostik erfolgen, um somatische Ursachen abzuklären, denn häufig sind leidenschaftslose, gefühlskalte oder ähnliche Verhaltensweisen lediglich symptomatisch – nicht etwa pathologisch. Geht die Gefühllosigkeit auf eine seelische Erkrankung zurück, ist es essenziell, die Grunderkrankung zu behandeln – zumeist eine Depression. Diese kann mithilfe der Psychotherapie sowie adjuvanten Therapieverfahren durchgeführt werden.

Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern
Bekannt ist, dass Menschen mit der Krankheit Alexithymie oft auch unter starken psychischen Beschwerden leiden. Gefühllosigkeit tritt häufig als Symptom einer Depression oder eines Burnouts auf, bei dem Betroffene nur noch Leere in sich spüren und keine Emotionen mehr empfinden. Gefühlskälte ist jedoch keineswegs ein Synonym für eine dieser beiden Krankheiten. Denn bei alexithymen Menschen darf man nicht per se von affektiven Störungen oder Belastungsstörungen sprechen, wenn weitere relevante Kernsymptome der entsprechenden Krankheiten im alltäglichen Leben der Betroffenen nicht in ausreichend ausgeprägtem Umfang auftreten.

Einordnung der Alexithymie
Welche Formen von Gefühllosigkeit gibt es?
Gefühllosigkeit lässt sich in leichte, mittelschwere und schwere Alexithymie einteilen.
Leichte Alexithymie
Bei einer leichten Form der Alexithymie fällt es betroffenen Männern sowie Frauen schwer, mit ihren Gefühlen und den Gefühlen anderer umzugehen.
Mittelstarke Alexithymie
Ist die Alexithymie mittelstark ausgeprägt, können Betroffene die Gefühle nicht entschlüsseln, wodurch es zu Problemen in der Kommunikation und beim Aufbau von Beziehungen kommt.
Schwere Alexithymie
Bei schwerer Alexithymie isolieren sich Betroffene komplett von ihrem sozialen Umfeld, da sie andere Menschen und deren Gefühle nicht verstehen.
Mit der Toronto-Alexithymie-Skala lässt sich der Grad der Gefühlskälte erkennen. Dieser Test kann im Einzelsetting innerhalb des diagnostischen Prozesses durchgeführt werden.
Abgrenzung zu anderen Krankheiten
Oft werden Alexithymie und die fehlende emotionale Intelligenz (Anhedonie) fälschlicherweise als Synonyme verwendet. Mit Anhedonie ist hingegen gemeint, dass ein Mensch lediglich positive Emotionen (wie Freude, Liebe oder (sexuelle) Befriedigung kaum bis gar nicht mehr spüren kann. Negative Emotionen (wie Angst, Trauer oder Schuldgefühle) werden weiterhin – zumeist verstärkt – empfunden.

Wir helfen auch denen, die Sie lieben
Unterstützung für Angehörige
Gefühllosigkeit kann auch für Angehörige belastend sein. Wenn ein nahestehender Mensch emotional distanziert wirkt, kann das schnell als Ablehnung, Kälte oder Gleichgültigkeit missverstanden werden. Dabei bedeutet eine eingeschränkte Gefühlswahrnehmung nicht, dass keine Bindung oder Zuneigung vorhanden ist.
Auf Wunsch des Betroffenen begleiten wir deshalb auch Angehörige der gefühlskalten Person, um ein aufklärendes Auffangnetz mit Tipps rund um das Thema gefühlloses Verhalten und kalte Körperempfindungen bereitzustellen.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
Unsere Standorte
Hilfe bei Gefühllosigkeit in unseren Privatkliniken
An den Standorten Schloss Gracht und Schloss Freudental unterstützt Libermenta Menschen, die unter Gefühllosigkeit, innerer Leere oder emotionaler Distanz leiden. Beide Privatkliniken bieten einen ruhigen Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht

Unsere Privatklinik Schloss Freudental
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Ja, Gefühllosigkeit oder innere Leere kann im Zusammenhang mit einer Depression auftreten. Häufig berichten Betroffene, dass Freude, Interesse, Nähe oder Traurigkeit kaum noch spürbar sind. Auch Antriebslosigkeit und der Verlust von Freude an früher wichtigen Aktivitäten zählen zu typischen depressiven Beschwerden. Da Gefühllosigkeit verschiedene Ursachen haben kann, ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung wichtig.
Typische erste Warnsignale für Gefühllosigkeit sind anhaltende innere Leere, Gleichgültigkeit oder das Gefühl, emotional kaum noch erreichbar zu sein. Weitere Hinweise können sozialer Rückzug, Interessenverlust, Schwierigkeiten beim Benennen eigener Gefühle oder eine zunehmende Distanz zu nahestehenden Menschen sein..
Ja, eine posttraumatische Belastungsstörung kann mit emotionaler Taubheit oder Emotionslosigkeit verbunden sein. Bei manchen Betroffenen ist dies eine Reaktion auf traumatische Erfahrungen und dient zunächst als Schutz vor überwältigenden Gefühlen. Langfristig kann diese emotionale Distanz jedoch Beziehungen und Lebensqualität stark beeinträchtigen und benötigt daher eine ärztliche Abklärung.
Menschen mit Alexithymie haben oft Schwierigkeiten, eigene Gefühle wahrzunehmen, einzuordnen oder in Worte zu fassen. Sie wirken deshalb manchmal distanziert, sachlich oder wenig emotional, obwohl Gefühle vorhanden sein können. Für Angehörige kann dieses Verhalten verunsichernd sein, weil emotionale Reaktionen schwerer erkennbar sind.







