Pharmakotherapie
Seelische Erkrankungen bedürfen manchmal nicht nur menschlicher Therapie, sondern – je nach Diagnose, Schweregrad und intensiver, vorangegangener Diagnostik – auch pharmazeutische Therapie! Eine gut abgestimmte medikamentöse Einstellung kann die fachärztliche Behandlung unterstützen oder sogar überhaupt erst ermöglichen.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Allgemeine Informationen zur Pharmakotherapie
Die Pharmakotherapie meint die Behandlung von Erkrankungen durch Hinzugabe von Arzneimitteln. Das können zum einen Medikamente sein, die durch einen Arzt verschrieben werden, wie etwa Antidepressiva zur Behandlung seelischer Erkrankungen. Zum anderen bedient sich die Pharmakotherapie auch natürlich vorhandener Mittel innerhalb der Naturheilkunde oder auch alternativer Behandlungsmethoden durch die Homöopathie. Die Pharmakotherapie erfolgt damit über die Medizin hinaus durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise und ermöglicht eine individuelle, an den Ursachen der Krankheit orientierte Behandlungsform. Dieser Ansatz eignet sich für alle Personen mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental

Therapiemöglichkeiten
Therapiemethoden im Bereich der Pharmakotherapie
Die Pharmakotherapie bei seelischen Erkrankungen beruht immer auf einer umfassenden Aufklärung des Betroffenen und ist eine gemeinsame Entscheidung von Arzt und Patient. Zum Einsatz kommen zahlreiche verschiedene Medikamente, insbesondere Antidepressiva, angstlösende Medikamente oder Beruhigungsmittel. Oft ist eine nur vorübergehende Einnahme von Medikamenten notwendig, um die Gesundheit wiederherzustellen. In anderen Fällen kann die Pharmakotherapie auch im Sinne der Prävention eine Verschlechterung oder das Wiederauftreten von Symptomen verhindern. In den Libermenta Kliniken erfolgt die Pharmakotherapie leitliniengerecht auf höchstem wissenschaftlichen Niveau.
Medikation kann z.B. bei der Behandlung von therapieresistenten psychischen Erkrankungen unterstützen. Esketamin (eine Unterform von Ketamin) kann einen starken und schnell eintretenden antidepressiven Effekt bei schweren Episoden – die sich trotz erfolgter leitliniengerechter Behandlung nicht verbessern – bewirken. Besonders Menschen mit schweren Depressionen, bei denen sonst nichts hilft, verschafft diese medikamentöse Option neue Perspektiven.
Ketamin und Esketamin sind zwei Substanzen, die ursprünglich als Anästhetika entwickelt wurden, aber seit einiger Zeit auch in der Psychiatrie eine spannende Rolle spielen. Zusätzlich zu den begleitenden Therapiemaßnahmen, stellt die Gabe von Esketamin (meist verabreicht als Nasenspray) eine weitere erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeit dar. Der Vorteil daran ist, dass eine viel schnellere eintretende Wirkung erzielt werden kann, als bei vielen anderen Antidepressiva und vor allem, dass es auch im Akutfall binnen kürzester Zeit Symptome lindert.
Medikamentöse Behandlung
Eine notwendige Medikation besprechen unsere Experten immer gemeinsam mit dem Patienten! Dabei werden alle klinischen Nutzen und Risiken bewertet sowie Alternativen zu einer Medikamenteneinnahme gründlich geprüft. Unverzichtbar ist hier natürlich eine gründliche medizinische Voruntersuchung – unter anderem ergänzt durch Labor-, EKG- und ggf. EEG-Kontrolle. Unter genauester Berücksichtigung aller Erkrankungen und Begleitsymptome des Patienten wird dann die geeignete Vergabe von Medikamenten festgelegt. Die Dauer der Psychopharmakotherapie richtet sich dann nach der Art der Erkrankung und ihrem Schweregrad.
Viele Patienten haben Bedenken, dass eine Medikation Abhängigkeiten hervorrufen oder ihre Persönlichkeit verändern können. Jedoch ist die Wirksamkeit von Medikamenten zur Behandlung psychischer Erkrankungen wissenschaftlich bewiesen. Die Medikation dient bei vielen Erkrankungen als eine begleitende Unterstützung für Patienten. Der individuell zugeschnittene Medikationsplan sowie die gründlichste ärztliche Planung und Betreuung der Therapie sind wichtige Aspekte, um potenzielle Nebenwirkungen und Risiken der Medikamente sehr gering zu halten. Für uns steht dennoch in jedem Stadium der Behandlung eine wirksame Psychotherapie mit additiven Therapieverfahren stets an erster Stelle.

Unsere Standorte
Pharmakotherapie in unseren Privatkliniken
Libermenta bietet die Pharmakotherapie an zwei Privatkliniken an: Schloss Gracht in Nordrhein-Westfalen und Schloss Freudental in Baden-Württemberg. Beide Standorte bieten einen ruhigen, diskreten Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht
