Systemische Therapie
Ein jeder steht in einem sozialen Kontext, denn ein jeder wird umgeben von anderen Menschen. Dieser „Kosmos” kann Stabilität bedeuten, kann sich aber auch problematisch auf die Psyche auswirken, denn Störungen im System, z.B. im Familien- oder Freundeskreis, können zur Belastung werden. Daher wird bei der systemischen Therapie nicht nur die einzelne Person, sondern auch das soziale „Gesamtbild” mitbetrachtet.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was ist eine systemische Therapie?
Die systemische Therapie ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept im Rahmen der fundierten Psychotherapie. In der systemischen Beratung und Therapie wird der Patient nicht nur als einzelne Person – sondern mit seinem ganzen System – wahrgenommen. So kann eine psychische, körperliche oder psychosomatische Erkrankung beim Patienten auftreten; jedoch entwickelt der Patient diese Krankheit lediglich als Stellvertreter für eine Dysfunktionalität des Systems. Zu einem System gehören demnach alle sozialen Interaktionspartner aus dem alltäglichen Leben. Treten Sie gerne mit unserem Team in Kontakt, um weitere Informationen über Formen der Psychotherapie zu bekommen.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental

Wie lange dauert die Therapie?
Dauer der systemischen Therapie
Systemische Therapiesitzungen dauern in der Regel 50 Minuten. Im Gegensatz zu anderen Therapien im Fachgebiet Psychologie und Psychotherapie findet das Systemische Coaching in größeren Zeitabständen statt. In der Regel wird der Patient gebeten, über mehrere Sitzungen hinweg Aufstellungen des gleichen Systems, wie in der Familientherapie, im Therapieraum zu machen. Dies erfolgt, da zwischenmenschliche Interaktionen wandelbar sind und der therapeutische Prozess die Beziehungsaufstellung beeinflussen kann.
Der Kerngedanke der systemischen Beratung ist die Annahme, dass der Schlüssel zum Verständnis und zur Veränderung von Problemen nicht ausschließlich in der zu behandelnden Person allein liegt. Vielmehr besteht das Problem innerhalb eines sozialen Gefüges.
Wie wird die Therapie durchgeführt?
Durchführung der systemischen Therapie
Die systemische Therapie wird in Einzel-, Paar- oder Gruppensitzungen sowie im Rahmen der Familientherapie durchgeführt. Die Rolle des systemischen Therapeuten kann je nach Problem, Störung oder System variieren: So kann er etwa die Haltung eines Experten oder zum Beispiel in Rollenspielen oder Familienaufstellungen auch die eines Partners einnehmen. Während der systemischen Sitzung stellt der Therapeut sogenannte zirkuläre Fragen, mit denen die beteiligten Menschen herausfinden können, welchen Nutzen ein psychisches Symptom haben könnte.
Die systemische Therapie – ebenso wie die Beratung – arbeitet häufig mit metaphorischen Techniken. So kann etwa die Familienaufstellung bei einer Familientherapie visualisiert werden. Bei dieser Technik aus der Familientherapie werden Mitglieder der Familie von einer Person im Raum aufgestellt, um Beziehungen der einzelnen Komponenten im System zu verdeutlichen. Während dieser Therapiesitzung schauen sich Patient und Therapeut gemeinsam die fertige Familienaufstellung an und besprechen diese. In der Psychotherapie sowie im systemischen Coaching sind auch Vergleiche zwischen IST- und SOLL- Aufstellungen möglich.


Vorteile
Chancen und Vorteile der Systemische Therapie
In der Therapie geht es aus systemischer Sicht darum herauszufinden, welche Funktion die Erkrankung oder die psychische Störung im System hat. Psychische Krankheiten werden als dysfunktionaler Versuch der Problemlösung verstanden. Hierbei wird der Patient als Symptomträger gesehen, der die „Krankheit des Systems“ repräsentiert und nach außen trägt. Durch das Systemische Coaching soll der Betroffene Beratung erfahren und Unterstützung erhalten.
Das psychotherapeutische Verfahren der Systemischen Therapie konzentriert sich auf den Menschen innerhalb all seiner sozialen Kontexte. Das grundsätzliche Ziel der Systemischen Therapie ist die Stärkung des Selbstwerts und der Autonomie der einzelnen Person – oder des einzelnen Mitglieds eines Systems. Zusätzlich können durch diese Art der systemischen Psychotherapie der Zusammenhalt des Systems gefestigt und gleichzeitig auch seine Kommunikation verbessert werden.
Des Weiteren hilft dieses psychotherapeutische Verfahren, schädigende Beziehungsmuster zu erkennen und nachhaltig zu verändern. Dieses Systemische Psychotherapieverfahren beschäftigt sich zunächst mit einem psychotherapeutischen Bereich, der sich der Therapie und Heilung von psychosomatischen Problemen und Störungen aller Art widmet. Die Therapie bietet mittels des Systemischen Coachings Methoden bei Generations-, Ablösungs-, Entscheidungs- oder Trennungsproblemen. Diese Form der Therapie ist somit besonders sinnvoll für die Behandlung von Paar- oder Familienkonflikten.
Dennoch ist die Systemische Therapie nicht nur als Familientherapie geeignet. So kann etwa die sogenannte systemische Familienaufstellung – als Methode der Beratung – auch für Konflikte im beruflichen Umfeld des Patienten eingesetzt werden. Denn diese Systemische Methode kann das Arbeitssystem des Patienten gleichermaßen mit all seinen relevanten Mitgliedern (Kollegen, Vorgesetzte und Kunden oder Auftraggeber) im Arbeitskontext in Erscheinung bringen.
Unsere Standorte
Systemische Therapie in unseren Privatkliniken
Libermenta bietet die Systemische Therapie an zwei Privatkliniken an: Schloss Gracht in Nordrhein-Westfalen und Schloss Freudental in Baden-Württemberg. Beide Standorte bieten einen ruhigen, diskreten Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht
