Lichttherapie
Licht beeinflusst, wie wach, ruhig und ausgeglichen wir uns fühlen. Es begleitet den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus, kann Wärme und Wohlbefinden vermitteln und wirkt auch auf Stimmung und innere Aktivierung.
In der Lichttherapie wird biologisch wirksames Licht gezielt therapeutisch eingesetzt. Besonders bei saisonal geprägten depressiven Verstimmungen und Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen kann Lichttherapie ein ergänzender Baustein im Behandlungsplan sein.


Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was ist Lichttherapie?
Lichttherapie ist ein therapeutisches Verfahren, bei dem Patientinnen und Patienten unter fachlicher Anleitung hellem, biologisch wirksamem Licht ausgesetzt werden. Ziel ist es, den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu unterstützen und damit Prozesse zu beeinflussen, die mit Stimmung, Antrieb und Schlaf zusammenhängen.
In der psychosomatischen Behandlung wird Lichttherapie nicht isoliert betrachtet. Sie kann andere Therapieformen ergänzen und wird individuell in den persönlichen Behandlungsplan eingebunden. Vor Beginn wird ärztlich geprüft, ob die Anwendung im Einzelfall sinnvoll ist.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
Dauer und Durchführung der Lichttherapie
Die Lichttherapie wird individuell geplant und fachlich begleitet. Je nach persönlicher Ausgangslage kann die Anwendung über mehrere Tage bis hin zu mehreren Wochen erfolgen.
Besonders häufig wird Lichttherapie bei saisonal abhängigen depressiven Beschwerden eingesetzt, etwa bei Herbst-Winter-Depressionen. In der dunklen Jahreszeit verändert sich bei vielen Menschen der natürliche Lichtreiz. Das kann den Schlaf-Wach-Rhythmus und die innere Aktivierung beeinflussen.
Vor der Anwendung wird geprüft, welches Verfahren geeignet ist, zu welcher Tageszeit die Behandlung sinnvoll ist und ob medizinische Besonderheiten berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören insbesondere Augenerkrankungen oder andere Faktoren, die vorab ärztlich abgeklärt werden sollten.


Statische Lichttherapie
Bei der statischen Lichttherapie wird helles künstliches Tageslicht gezielt eingesetzt. Die Anwendung findet in der Regel möglichst zeitnah nach dem Aufstehen statt und dauert häufig etwa eine halbe Stunde.
Während der Behandlung sitzt die Patientin oder der Patient in einem festgelegten Abstand vor einer speziellen Lichtquelle. Wichtig ist, dass das Licht die Netzhaut erreichen kann. Die Augen bleiben geöffnet, werden aber nicht dauerhaft direkt in die Lichtquelle gerichtet.
Das verwendete Licht ist deutlich heller als normale Zimmerbeleuchtung und orientiert sich am Spektrum von Tageslicht. Die genaue Durchführung wird ärztlich oder therapeutisch angeleitet.
Individuelle und dynamische Tageslichttherapie
Bei einer individuellen und dynamischen Tageslichttherapie wird biologisch wirksames Licht über den Tag hinweg in Intensität und Lichtfarbe angepasst. Dadurch können unterschiedliche Tageszeiten simuliert und natürliche Lichtverläufe nachgebildet werden.
Diese Form der Lichttherapie kann in ein therapeutisches Raum- und Behandlungskonzept eingebunden werden. Ziel ist es, Licht nicht nur punktuell, sondern als unterstützenden Bestandteil des Tagesrhythmus nutzbar zu machen.


Lichttherapie im therapeutischen Gesamtkonzept
Lichttherapie ist ein ergänzender Baustein innerhalb einer umfassenden psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung. Sie ersetzt keine Psychotherapie, keine ärztliche Diagnostik und keine gegebenenfalls notwendige medikamentöse Behandlung.
Gerade bei depressiven Beschwerden, Schlafstörungen oder saisonal geprägter Antriebslosigkeit kann es sinnvoll sein, Licht gemeinsam mit weiteren Faktoren zu betrachten: Schlaf, Tagesstruktur, Bewegung, Belastung, innere Aktivierung und psychische Stabilität wirken häufig zusammen.
Deshalb wird die Lichttherapie nicht losgelöst vom Menschen eingesetzt, sondern im Rahmen eines individuellen und fachlich begleiteten Behandlungskonzepts.
Chancen und Vorteile der Lichttherapie
Lichttherapie kann dabei unterstützen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren und die innere Aktivierung im Tagesverlauf zu fördern. Viele Patientinnen und Patienten erleben die Anwendung als gut integrierbar, weil sie sich unter Anleitung auch in wiederkehrende Tagesabläufe einbinden lässt.
Mögliche Chancen sind:
Unterstützung des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus
ergänzende Anwendung bei saisonal geprägten depressiven Beschwerden
Förderung von Tagesstruktur und Aktivierung
einfache Einbindung in den therapeutischen Alltag
fachlich begleitete Durchführung mit individueller Anpassung
Wichtig ist: Lichttherapie ist kein Heilversprechen. Ob und in welchem Umfang sie hilfreich ist, hängt von der individuellen Situation, der Diagnose und dem gesamten Behandlungsverlauf ab.

Anwendungsbereiche für Lichttherapie
Vor Beginn der Behandlung wird individuell geprüft, welche therapeutischen Maßnahmen sinnvoll sind und wie sie in den persönlichen Behandlungsplan eingebunden werden können.
Lichttherapie kann begleitend infrage kommen bei:
saisonal abhängigen depressiven Beschwerden
Herbst-Winter-Depression
Schlafstörungen
Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
depressiven Verstimmungen im Rahmen eines umfassenden Behandlungsplans
Antriebslosigkeit und verminderter Tagesaktivierung, sofern dies fachlich abgeklärt wurde
Unsere Standorte
Lichttherapie in den Libermenta Privatkliniken
Libermenta bietet Lichttherapie an zwei Privatkliniken an: Schloss Gracht in Nordrhein-Westfalen und Schloss Freudental in Baden-Württemberg. Beide Standorte bieten einen ruhigen, diskreten Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht
