Unterstützung bei Denkstörungen
Denkstörung
Wenn Gedanken plötzlich abbrechen, sprunghaft werden, sich im Kreis drehen oder kaum noch zu ordnen sind, kann das für Betroffene und Angehörige sehr verunsichernd sein. Denkstörungen können im Rahmen verschiedener psychischer Erkrankungen auftreten und sollten sorgfältig fachärztlich abgeklärt werden. Eine umfassende Diagnostik hilft, mögliche Ursachen einzuordnen und eine passende Behandlung einzuleiten.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was ist eine Denkstörung?
Eine Denkstörung beschreibt eine Beeinträchtigung des Denkens, bei der entweder der Inhalt der Gedanken oder der Ablauf des Denkens verändert sein kann. Betroffene haben zum Beispiel Schwierigkeiten, Gedanken klar zu ordnen, passende Worte zu finden, Sätze zu Ende zu führen oder einem Gespräch logisch zu folgen. Denkstörungen können sich unter anderem durch gehemmtes, eingeengtes, umständliches, sprunghaftes oder zerfahrenes Denken zeigen und sollten professionell abgeklärt werden.
Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden
Symptome
Wie äußern sich Denkstörungen?
Denkstörungen fallen häufig in Gesprächen auf. Betroffene wirken zum Beispiel gedanklich blockiert, verlieren den roten Faden, sprechen an Fragen vorbei oder springen unvermittelt zwischen Themen. Auch Wortfindungsstörungen, unvollendete Sätze, sehr verlangsamtes Denken oder das wiederholte Kreisen um dieselben Gedanken können Hinweise sein.
Mögliche Anzeichen sind:
Desorientierung
Zerfahrenheit
gehemmtes oder verlangsamtes Denken
Gedankenkreisen und Grübeln
Einbildungen
wahnhafte Überzeugungen oder Wahn-Ideen
Realitätsverlust
Halluzinationen
negative Symptome (z.B. Apathie)
Treten Denkstörungen plötzlich auf, verschlechtern sie sich deutlich oder kommen weitere Beschwerden wie Sprachstörungen, Lähmungen, Schwindel, Sehstörungen oder starke Kopfschmerzen hinzu, sollte umgehend ärztliche beziehungsweise notärztliche Hilfe gesucht werden.


Unterstützung bei Denkstörungen
Leiden Sie unter Denkstörungen?
Wenn Sie Denkstörungen bei sich selbst oder einem nahestehenden Menschen bemerken, nehmen Sie diese Veränderung ernst. Besonders wichtig ist eine Abklärung, wenn die Beschwerden plötzlich auftreten, sich verschlimmern oder nach Phasen starker Belastung bestehen bleiben. In den Libermenta Privatkliniken unterstützen wir Sie dabei, mögliche Ursachen einzuordnen und die passende Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung zu planen.
Wie entstehen Denkstörungen?
Ursachen von Denkstörungen
Denkstörungen können unterschiedliche Ursachen haben und treten häufig im Zusammenhang mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen auf. Auch akute Belastungen können das Denken beeinflussen. Eine fachliche Abklärung hilft, die Ursache einzuordnen und die passende Behandlung zu planen.
Depressionen, Manien oder Schizophrenien
Angststörungen, Zwangserkrankungen oder Belastungsstörungen
starker Stress oder seelische Belastung
Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Gehirnerschütterung
neurologische Erkrankungen oder Medikamentennebenwirkungen

Denkstörung überwinden
Was kann man bei Denkstörungen tun?
Bei Denkstörungen sollte ärztlich abgeklärt werden, ob körperliche oder seelische Ursachen zugrunde liegen. Treten zusätzlich Sprachstörungen, Lähmungen, Schwindel, Sehstörungen oder starke Kopfschmerzen auf, kann es sich um einen Notfall handeln, der sofort medizinisch behandelt werden muss.
Betroffene sind häufig auf Unterstützung aus ihrem Umfeld angewiesen. Familie, Freunde oder professionelle Betreuung können helfen, Sicherheit zu geben und den Weg in eine Behandlung zu unterstützen. Bei akuten psychotischen Gedanken oder Ideenflucht sollte professionelle Hilfe hinzugezogen werden. Eine medikamentöse Behandlung kann je nach Ursache eine Option sein, nachdem mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen besprochen wurden.
TIPPS FÜR DEN ALLTAG
Alltagsmaßnahmen können eine fachliche Abklärung nicht ersetzen, aber unterstützend wirken:
gewohnte Routinen bewusst verändern
neue Herausforderungen suchen und den eigenen Kopf aktiv einsetzen
ausreichend schlafen und auf eine gesunde Ernährung achten
Gedächtnis trainieren, zum Beispiel mit Kartenspielen, Sudoku, Sportübungen oder Sprachenlernen
Therapiemöglichkeiten
Behandlung von Denkstörungen
Da Denkstörungen meist ein Symptom sind, richtet sich die Behandlung nach der zugrunde liegenden Ursache. Zunächst geht es darum, körperliche Ursachen abzuklären und mögliche psychische Erkrankungen einzuordnen. Liegt eine psychische Erkrankung zugrunde, können Psychotherapie, Pharmakotherapie und Entspannungsverfahren Teil der Behandlung sein. Ziel ist es, die Grunderkrankung zu behandeln und Betroffene in ihrer psychischen Stabilisierung zu unterstützen. Die konkrete Therapie lässt sich nicht pauschal festlegen, da zum Beispiel körperliche Erkrankungen anders behandelt werden müssen als psychische Erkrankungen mit Wahnvorstellungen.

Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern
Denkstörungen können im Rahmen unterschiedlicher psychischer und körperlicher Erkrankungen auftreten. Sie sind daher nicht mit einer bestimmten Diagnose gleichzusetzen. Entscheidend ist, ob weitere Symptome bestehen und welche Ursache hinter den Veränderungen des Denkens steht.
Bei Depressionen können Denkstörungen zum Beispiel als starkes Grübeln auftreten. Betroffene durchdenken immer wieder dieselben negativen Gedanken, ohne zu einer entlastenden Lösung zu kommen. Auch positive Aussagen anderer Menschen können in depressiven Phasen negativ interpretiert werden, etwa wenn Komplimente nicht angenommen oder als bloße Höflichkeit abgewertet werden.

Einordnung der Denkstörung
Welche Formen von Denkstörungen gibt es?
Denkstörungen lassen sich in formale und inhaltliche Denkstörungen unterteilen. Formale Denkstörungen betreffen vor allem den Ablauf der Gedanken. Inhaltliche Denkstörungen beziehen sich stärker auf die Themen und Überzeugungen, mit denen sich ein Mensch gedanklich beschäftigt.
Formale Denkstörungen
Formale Denkstörungen sind Störungen des Denkablaufs oder Gedankengangs. Sie fallen häufig beim Sprechen auf. Beispiele sind verlangsamtes Denken, die Wiederholung immer gleicher Gedanken, am Thema Vorbeireden, Gedankenabreißen oder das Ignorieren von Fragen.
Betroffene denken oft sehr umständlich, springen in ihren Erzählungen von einem Thema zum anderen oder können Wichtiges und Unwichtiges schwer voneinander unterscheiden. Auch übermäßiges Grübeln kann zu den formalen Denkstörungen zählen..
Inhaltliche Denkstörungen
Inhaltliche Denkstörungen betreffen weniger den Sprechakt selbst, sondern stärker die Inhalte des Denkens. Im Rahmen psychischer Erkrankungen können Gedanken übertrieben, abweichend, falsch oder bizarr wirken. Manchmal empfinden Betroffene selbst oder ihr Umfeld diese Gedanken als unsinnig oder schwer nachvollziehbar.
Zu den inhaltlichen Denkstörungen zählen zum Beispiel Zwangsgedanken, die sich immer wieder aufdrängen und von Betroffenen oft als unangenehm erlebt werden. Auch stark überzeugte Gedanken trotz Bedenken des Umfelds, Halluzinationen, Angstgedanken oder ein hypochondrischer Wahn können Beispiele sein.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
Unsere Standorte
Hilfe bei Denkstörungen in unseren Privatkliniken
An den Standorten Schloss Gracht und Schloss Freudental unterstützt Libermenta erwachsene Patienten, bei denen Denkstörungen im Rahmen psychischer Erkrankungen auftreten können. Beide Privatkliniken bieten einen ruhigen, diskreten Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht

Unsere Privatklinik Schloss Freudental
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Ärztliche Hilfe ist wichtig, wenn Denkstörungen plötzlich auftreten, sich verschlimmern, nach akutem Stress anhalten oder den Alltag stark belasten. Treten zusätzlich Sprachstörungen, Lähmungen, Schwindel, Sehstörungen oder starke Kopfschmerzen auf, sollte sofort notärztliche Hilfe gesucht werden.
Ja, Denkstörungen können im Rahmen einer Depression auftreten. Ein Beispiel ist starkes Grübeln, bei dem Betroffene immer wieder dieselben negativen Gedanken durchdenken, ohne zu einer entlastenden Lösung zu kommen.
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Da Denkstörungen meist ein Symptom sind, muss zunächst geklärt werden, ob körperliche oder psychische Ursachen zugrunde liegen. Bei psychischen Erkrankungen können unter anderem Psychotherapie, Pharmakotherapie und Entspannungsverfahren Teil der Behandlung sein.







