Unterstützung bei Hilflosigkeit
Hilflosigkeit
Hilflosigkeit kann überwältigend sein. Wer sich machtlos, innerlich gefangen oder wie ferngesteuert fühlt, erlebt häufig starke Belastung, Angst oder Lähmung. Besonders schwer wiegt das Gefühl, aus eigener Kraft keinen Ausweg zu finden.
Wenn „Hilfe zur Selbsthilfe“ nicht mehr gelingt, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was versteht man unter Hilflosigkeit?
Bei Hilflosigkeit muss zwischen einer objektiven Hilflosigkeit und dem subjektiven Gefühl von Hilflosigkeit unterschieden werden. Objektiv hilflos ist ein Mensch aus medizinischer Sicht dann, wenn er infolge einer Erkrankung dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen ist. Subjektive Hilflosigkeit beschreibt dagegen das Gefühl, einer Situation, Belastung oder dem eigenen emotionalen Zustand machtlos ausgeliefert zu sein.
Dieses Gefühl kann durch Stress, Mobbing, Existenzprobleme, Angst, Lähmungen oder Schmerzen entstehen. Eine besondere Form ist die erlernte Hilflosigkeit: Betroffene haben durch belastende Lebensereignisse oder Erkrankungen, etwa Depressionen, die Überzeugung entwickelt, am eigenen Zustand nichts verändern zu können.
Symptome
Wie äußert sich Hilflosigkeit?
Erlernte Hilflosigkeit zeigt sich häufig in festgefahrenen Denk- und Verhaltensmustern. Betroffene sind überzeugt, dass eigenes Handeln nichts verändert. Die Gedanken kreisen darum, aus der belastenden Situation ohnehin nicht herauszukommen. Dadurch fehlt oft die Kraft, aktiv etwas zu verändern.
Typische Anzeichen können sein:
Gefühl von Machtlosigkeit oder Kontrollverlust
eingeschränktes Denken und Fixierung auf negative Denkmuster
Vermeidung von Situationen, in denen Hilflosigkeit auftreten könnte
Angst, erneut Hilflosigkeit zu erleben
Rückzug in eine Opferrolle
Schuldzuweisungen oder Ausreden
Schwierigkeiten, über Sorgen und Gefühle zu sprechen
hohe Erwartungen an das soziale Umfeld, ohne aktiv um Hilfe zu bitten
Grübeln über die eigene Lage und Zukunft
Zweifel an den eigenen Fähigkeiten
So kann ein Kreislauf aus Passivität, Angst und weiterer Hilflosigkeit entstehen.


Unterstützung bei Hilflosigkeit
Fühlen Sie sich in ihrer Situation hilflos?
Wenn Hilflosigkeit den Alltag bestimmt, Entscheidungen blockiert oder das Gefühl entsteht, nichts mehr beeinflussen zu können, sollte dieses Empfinden ernst genommen werden. Besonders belastend ist Hilflosigkeit, wenn Betroffene sich dauerhaft kraftlos, mutlos oder hoffnungslos fühlen.
Professionelle Unterstützung kann helfen, Denk- und Verhaltensmuster besser zu verstehen und neue Perspektiven zu entwickeln. Das gilt besonders dann, wenn Hilflosigkeit mit depressiven Symptomen, innerer Unruhe, Konzentrationsproblemen oder körperlichen Beschwerden verbunden ist.

Wie entsteht Hilflosigkeit?
Ursachen von Hilflosigkeit
Erlernte Hilflosigkeit entsteht häufig nach traumatischen Ereignissen, Krisen oder schwer kontrollierbaren Lebenssituationen. Dazu zählen der Tod eines nahestehenden Menschen, eine Krankheit, ein Unfall, der Verlust des Arbeitsplatzes oder die Trennung vom Partner. Solche Ereignisse können das Gefühl auslösen, keinen Einfluss mehr auf das eigene Leben zu haben.
Auch kleinere Schritte zur Problemlösung können dann mit Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung oder gelähmtem Verhalten verbunden sein. Mit der Zeit kann sich die Überzeugung verfestigen, wirklich hilflos zu sein und nichts verändern zu können. Diese Selbstwahrnehmung wird oft auf die gesamte Lebenssituation übertragen.
Ein weiterer belastender Gedanke ist häufig die Frage „Warum ich?“. Diese Frage kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen. Auch Eltern können sich stellvertretend für ihre Kinder hilf- und machtlos fühlen, wenn diese mit schwierigen Alltagssituationen nicht gut zurechtkommen.
Hilflosigkeit überwinden
Was können Sie bei Hilflosigkeit tun?
Ein erster Schritt kann sein, die eigene Situation bewusst zu reflektieren. Selbstreflexion hilft dabei, sich selbst besser zu verstehen und wieder handlungsfähiger zu werden. Wer unter seiner Lebenssituation leidet, sollte versuchen, Alternativen zu entwickeln, statt sich dauerhaft in eine Opferrolle drängen zu lassen.
Das ist allein oft schwer. Eine professionelle Behandlung kann Unterstützung und einen Perspektivwechsel bieten. Dabei können alltagstaugliche Strategien entwickelt werden, um wieder mehr Kontrolle, Mut und Selbstwirksamkeit zu erleben.
TIPPS FÜR DEN ALLTAG
Hilflosigkeit kann den Zugang zu eigenen Handlungsmöglichkeiten und Unterstützung erschweren. Im Alltag können kleine Schritte helfen, die eigene Situation bewusster wahrzunehmen, Entscheidungen wieder aktiver zu treffen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.
Verlassen Sie die Komfortzone in kleinen, machbaren Schritten.
Trainieren Sie positives Denken und setzen Sie Dinge aktiv um.
Treffen Sie Entscheidungen, statt sie immer weiter aufzuschieben.
Sprechen Sie offen mit anderen über Gefühle und Sorgen.
Therapiemöglichkeiten
Behandlung von Hilflosigkeit?
Die Behandlung von erlernter Hilflosigkeit setzt bei Denk- und Verhaltensmustern an. Da erlernte Hilflosigkeit auf Denken und Verhalten basiert, kann insbesondere kognitive Verhaltenstherapie hilfreich sein. Hilf- und Machtlosigkeit kann erlernt werden – und therapeutisch kann daran gearbeitet werden, solche Muster wieder zu verändern.
Ein wichtiger Bestandteil ist der Umgang mit belastenden Alltagssituationen. Nicht jede unangenehme Situation lässt sich verhindern. Therapeutische Ansätze können jedoch dabei unterstützen, solche Situationen anders einzuordnen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern
Erlernte Hilflosigkeit tritt nicht selten als Zeichen einer Depression auf oder kann in Verbindung mit weiteren Faktoren zu einer Depression beitragen. Betroffene erleben dabei häufig starken Kontrollverlust und stellen die eigenen Fähigkeiten infrage.

Einordnung der Hilflosigkeit
Welche Formen von Hilflosigkeit gibt es?
Objektive Hilflosigkeit
Objektiv hilflos ist aus medizinischer Sicht, wer infolge einer Erkrankung dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen ist.
Subjektives Gefühl von Hilflosigkeit
Subjektive Hilflosigkeit beschreibt das Gefühl, einer Situation oder einem emotionalen Zustand ausgeliefert zu sein. Dieses Gefühl kann durch Belastungen wie Stress, Mobbing, Existenzprobleme, Angst, Lähmungen oder Schmerzen entstehen.
Erlernte Hilflosigkeit
Bei erlernter Hilflosigkeit entsteht durch belastende Lebensereignisse oder Erkrankungen die Überzeugung, am eigenen Zustand oder Schicksal nichts verändern zu können.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
Unsere Standorte
Unterstützung bei Hilflosigkeit in unseren Privatkliniken
An den Standorten Schloss Gracht und Schloss Freudental unterstützt Libermenta Menschen, die unter Hilflosigkeit leiden. Beide Privatkliniken bieten einen ruhigen Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht

Unsere Privatklinik Schloss Freudental
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Subjektive Hilflosigkeit beschreibt das Gefühl, sich machtlos, gefangen oder einer Situation ausgeliefert zu fühlen. Objektive Hilflosigkeit liegt dagegen vor, wenn ein Mensch infolge von Erkrankungen dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen ist.
Erlernte Hilflosigkeit entsteht, wenn jemand durch bestimmte Lebensereignisse oder Erkrankungen zu der Überzeugung gelangt, nichts am eigenen Zustand oder Schicksal verändern zu können. Dadurch kann sich ein Denkmuster entwickeln, das eigenes Handeln als wirkungslos erscheinen lässt.
Erlernte Hilflosigkeit kann auf traumatische Ereignisse oder Krisen zurückgehen. Dazu zählen der Tod eines nahestehenden Menschen, eine Krankheit, ein Unfall, der Verlust des Arbeitsplatzes oder die Trennung vom Partner.
Wenn Menschen Situationen vermeiden, in denen sie sich hilflos fühlen könnten, kann sich die Hilflosigkeit weiter verstärken. Die vermiedene Konfrontation kann dazu führen, dass Betroffene sich zunehmend in einer Opferrolle erleben und passiv bleiben.
Hilflosigkeit ist häufig mit dem Gefühl verbunden, die eigene Situation nicht kontrollieren oder beeinflussen zu können. Dadurch können Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und gelähmtes Verhalten entstehen.
Ängste und teilweise auch Perfektionismus können Betroffene daran hindern, sich mitzuteilen und andere Menschen um Hilfe zu bitten. Gleichzeitig können hohe Erwartungen an Familie oder Freunde bestehen, die Hilf- und Machtlosigkeit von selbst zu erkennen.







